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Kapitel: Motorik
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H- Reflex 2 T- und H- Reflex vorige_Seite

Wird die Reizstärke erhöht, lässt sich zunächst auch die Antwort erhöhen; ab einer gewissen Schwelle kommt es zu einer zweiten, früher auftretenden Antwort. Diese Antwort wird M-Welle genannt! Der zeitliche Zwischenraum zwischen H und M Welle repräsentiert die Laufzeit über die Afferenz, die Umschaltung im Rückenmark und die Efferenz (bis zur Reizstelle).
Die Auslöschung der H Welle entsteht durch die antidrome Weiterleitung des Reizes und die dadurch eintretende Refraktärität der Efferenz.

Der H-Reflex hat für die Klinik große Relevanz, da über Muskeltonus und Stärke des Reflexes Auskunft über pathologische Veränderungen gewonnen wird (Spastizität).
Physiologisch hat der H-Reflex seine Bedeutung, da er als erster zeigt, dass in einem geschlossenen System der Ort der Interaktion keine Bedeutung hat, um den Effektor zu aktivieren.
Reflexe können als die kleinsten motorischen Unterprogramme aufgefasst werden!